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Weltoffenheit vs. Einheimisches Erwerbspersonenpotenzial – Konflikt oder Chance

Der Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ widmet sich bei seinen Auftaktveranstaltungen in Dresden und Chemnitz dem Thema „Weltoffenheit vs. Einheimisches Erwerbspersonenpotenzial – Konflikt oder Chance“ und lädt sächsische Unternehmen dazu ein. Dr. Regine Schmalhorst, Geschäftsführerin Interner Service der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, beleuchtet in ihrem Impulsvortrag die aktuelle Lage und Entwicklungen des sächsischen Arbeitsmarktes. Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und Andreas von Bismarck, Vorstandssprecher im Verein WIRTSCHAFT FÜR EIN WELTOFFENES SACHSEN e.V., diskutieren über die Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf das wirtschaftliche Potential des Freistaates Sachsen, die schwindende Reputation Sachsens und die Teilhabe von Zuwanderern an der Wirtschaftsleistung. Darüber hinaus informiert der Verein über die Ziele und Aktivitäten.

Sachsen verfügt über eine stabile Mittelstandsstruktur, in der immer mehr Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen. Die Arbeitslosenzahlen sinken und die Zahl der nicht besetzten Stellen steigt inzwischen signifikant, so dass dringend auch andere Möglichkeiten der Fachkräftesicherung für die einheimische Wirtschaft erschlossen werden müssen. Unter den aktuellen Annahmen u.a. der BAA wird sich das Erwerbspotential bis 2030 um 3,6 Millionen Personen deutschlandweit verringern. Das Sächsische Landesamt für Statistik geht bis 2030 von 334.000 Arbeitnehmern aus, die den Unternehmen allein in Sachsen aufgrund des demografischen Wandels nicht mehr zur Verfügung stehen.

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr investiert bis 2020 erheblich in die Fachkräftesicherung. So stehen in der Fachkräfterichtlinie u.a. Regionalbudgets zur Verfügung, welche Projekte und Maßnahmen fördern, die die Familienfreundlichkeit und Attraktivität der Regionen als Arbeitgeber sowie als Heimat für ausländische Fachkräfte stärken. Ein Beispiel der konkreten Unterstützung stellt das Arbeitsmarktmentorenprogramm dar, das in den Landkreisen und Städten Geflüchteten Perspektiven in Ausbildung und Beschäftigung aufzeigen soll.

Neben den von der Sächsischen Staatsregierung initiierten Maßnahmen bedarf es an Eigeninitiative der Sächsischen Unternehmerschaft, um das Vertrauen unserer Kunden und Partner langfristig zu stärken sowie die Attraktivität des Freistaates Sachsen für nationale und internationale Fachkräfte zu erhöhen.

Der Verein hat das Ziel, ein Netzwerk mit klarem Bekenntnis für Weltoffenheit und ein internationales Sachsen aufzubauen. Unsere Mitglieder übernehmen soziale Verantwortung und zeigen Haltung in der breiten Öffentlichkeit, ihren Kunden und der eigenen Belegschaft gegenüber. Der Verein versteht sich als Dachmarke der sächsischen Betriebe und möchte eine Plattform schaffen, die den Austausch über Wege der Integration von Zuwanderern und Zuzüglern ermöglicht. Wir ermitteln die Bedarfe der sächsischen Betriebe und wollen ihnen mithilfe externer Partner bei der Lösung konkreter Probleme behilflich sein.

Darüber hinaus organisieren wir Seminare, Vorträge und Podiumsdiskussionen. Diese dienen dem Zweck über Interkulturalität als Chance zu informieren, die Bedeutung von Fachkräften aus aller Welt für die sächsische Wirtschaft und den Bestand sowie die Zukunftssicherung der einheimischen Arbeitsplätze zu vermitteln, und Wege eines friedfertigen Umgangs miteinander zu diskutieren. Unser Ziel ist es, in den Belegschaften Aufklärungsarbeit zu leisten, den Dialog über Vorbehalte zu führen und gemeinsam Probleme zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln.

Unser Netzwerk setzt sich dafür ein, die Integration von Zuzüglern und Zuwanderern in die sächsischen Unternehmen zu fördern und zu begleiten. Wir wollen bewirken, dass sowohl Arbeitgeber als auch Kollegen erkennen, dass die Integration in- und ausländischer Fachkräfte nicht nur Hürden mit sich bringt, sondern auch enorme Chancen bergen kann.

Wir sammeln und verbreiten Berichte von Unternehmern, die bereits Erfahrungen mit der Integration von Fachkräften aus dem In- und Ausland gemacht haben und vermitteln kompetente Partner, die den Integrationsprozess im Unternehmen begleiten.

Wir wollen einen konkreten Beitrag zu mehr Wirtschaftsleistung in Sachsen leisten.

Über den Verein WIRTSCHAFT FÜR EIN WELTOFFENES SACHSEN e.V.

Sächsische Unternehmen sehen durch ausländer- und fremdenfeindliche Übergriffe und die damit verbundene mediale Berichterstattung, insbesondere im Umfeld der Zuwanderungsbewegung nach Deutschland seit dem Jahre 2015, eine Gefährdung der wirtschaftlichen und unternehmerischen Potentiale des Wirtschaftsstandorts Sachsen.

Der Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ will diesen Tendenzen entgegenwirken und ein Netzwerk mit dem klaren Bekenntnis für Weltoffenheit und Internationalität im Freistaat Sachsen aufbauen. Der Verein möchte sich konkret einbringen, um die vorhandenen großen Potentiale der sächsischen Wirtschaft zu stärken und auszubauen, um die gesamte Gesellschaft davon profitieren zu lassen.

Gründungsmitglieder

• Heinrich & Reuter Solutions GmbH
• Heuking Kühn Lüer Wojtek
• HSEB Dresden GmbH
• NetTask GmbH
• Pfefferkorn & Friends, pfk projekt GmbH
• ressourcenmangel dresden GmbH
• Silicon Saxony e. V.
• Terrot GmbH
• Theegarten-Pactec GmbH & Co. KG
• WeichertMehner Unternehmensberatung für Kommunikation GmbH & Co. KG