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Jenseits der Mitte: Vielfalt als Ressource – Common Purpose Meridian-Programm Ruhr/Dresden

Termin: 06. Oktober 2021 | Dresden & Ruhrgebiet

Das Meridian Programm von Common Purpose ermöglicht es den Teilnehmenden aus verschiedenen Regionen Deutschlands, vielfältige Perspektiven und Erfahrungen in der Gruppe zu machen und sich somit persönlichen und beruflichen Herausforderungen zu stellen.

An zwei Terminen hatten die Gäste aus Dresden und dem Ruhrgebiet die Gelegenheit, sich gegenseitig über Herausforderung und Best Practices auszutauschen. Am zweiten Programmtag konnte mach sich digital durch Sachsen führen lassen und verschiedene Themen im Rahmen der Vielfalt diskutieren – unter anderem mit unserem Vorstandsmitglied Katrin Fischer, die Einblicke in das Thema „Vielfalt ans Werktor plakatiert – und dann? Vom Vielfaltversprechen des Managements über die Betriebsvereinbarung bis zum Commitment der Arbeitnehmenden bei Volkswagen“ gab.

Ebenfalls teilgenommen haben aus Dresden und Sachsen beispielsweise Kassem Taher Saleh (Bundestagsabgeordneter seit 09/21, Bündnis 90/Die Grünen), Markus Degenkolb (Geschäftsführer Ausländerrat Dresden e.V.) und Nina Gbur (Geschäftsführerin, Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen).

„Für viele von uns fühlt es sich fast selbstverständlich an, dass große Teile unseres alltäglichen Lebens nicht mehr identisch sind mit einem nationalen Erfahrungsraum. Unsere Leben vernetzen und überlappen sich via Internet, Fernsehen, Beruf, Reisen, Liebe, Partnerschaft, Elternschaft… In dieser Art von Vielfalt fühlen sich viele von uns wohl; wir genießen die Möglichkeit, zu Grenzgänger*innen zwischen Welten zu werden.

Aber natürlich gilt hier auch eine zweite Perspektive: In einer zunehmend aufgesplitterten Erfahrungswelt wird es für viele Menschen schwerer, zu einer stabilen Identität zu finden. Ein beschleunigter Alltag, wachsende ökonomische Ungleichheiten und auch die spaltende Kraft digitaler Echokammern erschweren – neben anderen Ursachen – den notwendigen gesellschaftlichen Zusammenhalt.

„Vielfalt“ – oder „Diversität“ – gehört heute zu den Schlagwörtern unseres gesellschaftlichen Austausches. Diversitätsbewusstes Handeln bedeutet, Diversität als Normalität anzuerkennen – ohne die Unterschiede zu verleugnen. Dabei geht es um ein komplexes Verständnis von kultureller Diversität, in dem die Unterschiede in Alter, Geschlecht, Herkunft, sozialem Status, Handicap, sexueller Orientierung, ökonomischem Status etc. berücksichtigt werden. Ziel ist hier die Schaffung von Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit.

Neben den Gedanken, dass gelingende Vielfalt einen moralischen Wert hat, tritt heute eine zweite, durch Studien belegte Erkenntnis: Gut gestaltete Vielfalt – in Privatwirtschaft, öffentlicher Verwaltung oder im sozial-gemeinnützigen Bereich – führt zu besseren Ergebnissen. Auf dieser Einsicht bauen moderne Diversity- Strategien auf. Als Teil der Organisationsführung, insbesondere der Personalsteuerung, zielt Diversity- Management darauf ab, die vielfältigen Ressourcen der Mitarbeiter*innen optimal für Organisationsziele einzusetzen und nutzbar zu machen.“ (Common Purpose)