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Erfolgreicher Wechsel vom Studium zum Arbeitsvertrag mit Unterstützung des Fachinformationszentrums Zuwanderung

Im April 2021 meldete sich eine in Sachsen studierende Masterstudentin aus dem Iran im Fachinformationszentrum Zuwanderung – FIZU. Trotz des Sprachzertifikats auf Niveau B1 und der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang hatte sie sprachliche Probleme während des Studiums.

Aus dem Iran brachte sie einen Bachelorabschluss als Chemieingenieurin mit und wollte damit in die qualifizierte Arbeit in Deutschland wechseln. Neben dem Studium hatte sie in Deutschland bereits als Praktikantin, als Werksstudentin und im Nebenjob gearbeitet.

Im FIZU wurden Lösungsvorschläge zum Wechsel des Aufenthaltsstatus erarbeitet, um die Ratsuchende zu unterstützen.

Im nächsten Schritt bezieht die Mitarbeiterin unsere kompetenten Kooperationspartner ein, in diesem Fall die IBAS (Informations- und Beratungsstellen Arbeitsmarkt Sachsen), und berät sich bezüglich der Anerkennung des ersten Abschlusses aus dem Iran. Parallel beantragt die Ratsuchende nach der Beratung die Anerkennung ihres Ingenieurstitels bei der Ingenieurskammer Sachsen. Da die Ratsuchende zu diesem Zeitpunkt als Studentin eingeschrieben ist, kann sie das Verfahren beginnen und sich nebenher bereits bewerben und nebenberuflich arbeiten.

Als die Ratsuchende sich im September wieder im FIZU meldet, hat sie erfolgreich einen Arbeitsgeber gefunden und bereits einen Arbeitsvertrag angeboten bekommen. In ständigem Austausch zwischen der Ratsuchenden informiert das FIZU über die Möglichkeit der Vorabzustimmung bei der Bundesagentur für Arbeit, da die angebotene Stelle unterhalb der akademischen Ausbildung der Ratsuchenden ist. Da die Fachkraft sich allerdings schon im Inland aufhält, steht diese Möglichkeit nicht offen, sodass mit Hilfe der Arbeitsmarktmentoren der Weg über die Ausländerbehörde eröffnet wurde.

Während des Prozesses zum Aufenthaltswechsel vom Studium zum Beruf ist die Ratsuchende bereits als studentische Hilfskraft im Unternehmen beschäftigt und kann so den Betrieb bereits kennenlernen und sich einarbeiten.

Im November hat die Ratsuchende einen persönlichen Termin bei der Ausländerbehörde, bei dem die Bewilligung des neuen Aufenthaltstitels bescheinigt wird. Zwei Wochen später informiert die Ratsuchende das FIZU über die Bewilligung des Aufenthaltstitels sowie die Entfristung ihres Arbeitsvertrags bei ihrem Arbeitgeber.

Für die erfolgreiche Lösung des Falles bedanken wir uns bei der Bundesagentur für Arbeit und dem Projekt Arbeitsmarktmentoren, welches in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen die einzelnen Schritte des Verfahrens begleitet und beraten hat. Auch wir im FIZU haben eine große Wissensbündelung erreicht und konnten so unsere Kompetenzen erweitern.