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DIE MINISERIE „UNORTHODOX“ GEWINNT DEN EMMY FÜR DIE BESTE REGIE UND WARUM UNS DAS INTERESSIERT

Die Serie erzählt die Geschichte einer jungen Frau aus Brooklyn, die aus ihrer ultra-orthodoxen jüdischen Gemeinde flieht und ein weltliches, freies Leben in Berlin beginnt. Eine ähnliche Geschichte hat Akiva Weingarten hinter sich. Deshalb widmet er sich einem Projekt, das junge Menschen in Dresden aufnimmt, die aus orthodoxen Gemeinschaften ausbrechen wollen. Ausnahmslos hoch motivierte junge Erwachsene, die in Deutschland lernen und arbeiten wollen. Wir sagen Fachkräfte willkommen und rufen gerne dazu auf, das Projekt zum Beispiel mit Spenden zu unterstützen. Arbeitgeber, die an einer Patenschaft für die Ausbildung oder das Studium eines jungen Erwachsenen interessiert sind, sind herzlich willkommen!

Seit 2019 ist Akiva Weingarten der Rabbiner der jüdischen Gemeinde zu Dresden. Zudem ist er Vorsitzender der Besht Yeshiva Dresden e.V. Wir haben mit ihm über seine Ziele und Projekte gesprochen. Sylvia Pfefferkorn im Interview mit Rabbiner Akiva Weingarten aus Dresden

Herrn Weingarten, welches Projekt liegt iIhnen besonders am Herzen und welche Vision verbinden Sie damit?

Unser Verein unterstützt, neben der Förderung des kulturellen Dialoges und der Arbeit gegen Antisemitismus, jüdisches Leben und Kultur in Dresden. Dazu haben wir eine Yeshiva, eine Schule, gegründet, die junge Jüdinnen und Juden aufnimmt, die aus orthodoxen Gemeinschaften ausgestiegen sind. Wir bieten ihnen Unterkunft, Verpflegung und einen Deutschkurs an, die sie auf ihrem weiteren Weg hin zu einem Studium oder eine Ausbildung unterstützen. Dadurch möchten wir auch junge Menschen für ein Leben in Sachsen und Dresden begeistern, um nachhaltig jüdisches Leben im Freistaat zu entwickeln.

Wie kann Ihr Projekt der sächsischen Wirtschaft helfen?

Sachsen braucht aus meiner Sicht vor allem zwei Dinge: weltoffene Aufgeschlossenheit und Fachkräfte. Beides bringt das Projekt der Yeshiva mit sich. Die jungen Menschen, die zu uns kommen, sollen ihren Lebensmittelpunkt in Sachsen finden. Das bedeutet, dass sie sich in die Gesellschaft integrieren und diese mit prägen werden. Qualifizierte und motivierte Menschen zu finden, die ihren Beitrag leisten wollen, sei es nach ihrem Studium oder ihrer Ausbildung, ist eines unserer Hauptziele.

Wie finanziert sich Ihr Projekt?

Das Projekt wird vorrangig von Spenden finanziert. Derzeit erarbeiten wir ein Patenschaftsmodell, bei dem Spender direkt mit einem Studierenden im Austausch stehen, welchen sie unterstützen. So wollen wir einen ganz konkreten und greifbaren Bezug zwischen ihnen herstellen. Natürlich hat auch uns die Corona-Pandemie zugesetzt. Daher sind wir derzeit mehr als zuvor von Spenden abhängig. Aber wir versuchen das Beste aus jeder Situation zu machen und schauen optimistisch in die Zukunft.

Spenden: Besht Yeshiva Dresden e.V., Ostsächsische Sparkasse Dresden IBAN: DE24 8505 0300 0221 2007 03 BIC: OSDDDE81XXX. Interessenten für eine Patenschaft melden sich gerne unter info@welcomesaxony.de