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Aus den Fachinformationszentren Zuwanderung

FIZU Dresden: Pflegefachkräfte aus Syrien und Palästina 

Ein Pflegedienst aus Dresden wollte Pflegefachkräfte aus Syrien und Palästina im Unternehmen einstellen. Weil der Beruf der Pflegefachkraft reguliert ist und die ausländischen Fachkräfte

noch keine Berufsausübungserlaubnis hatten, war eine Anpassungsmaßnahme zur Anerkennung der ausländischen Qualifikation notwendig. 

Der Arbeitgeber entschied sich im konkreten Fall für das beschleunigte Fachkräfteverfahren, ein Verfahren durch das wesentliche Verfahrensschritte im Visum von der Auslandsvertretung zur lokal zuständigen Behörde verlegt werden. 

Ziel des Verfahrens ist eine Vorabzustimmung zum Visumsverfahren zu erhalten. Zur Vorbereitung des Verfahrens wurden Fragen bezüglich der Sprachnachweise sowie der Finanzierung der Anpassungsmaßnahme geklärt.

Die Koordination des Abstimmungsprozess übernahm das FIZU Dresden. Inzwischen wurde für alle Fachkräfte das beschleunigte Fachkräfteverfahren eingeleitet und eine Vorabzustimmung erteilt. Aktuell befinden sich die Fachkräfte noch im Ausland, wo das Visum auf Bewilligung wartet.  

Der Arbeitgeber wurde vollumfänglich über den gesamten Prozess begleitet. Die notwendigen Abstimmungsprozesse zwischen Ausländerbehörde, Bundesagentur für Arbeit und Bildungsträger der Anpassungsmaßnahme wurden vom FIZU unterstützt.

Chemnitz: IT Kompetenz aus Algerien

Ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der multimedialen Breitbandkabelnetze wurde von einem interessanten Bewerber aus Algerien kontaktiert. Der Algerier will als Servicetechniker arbeiten und das Unternehmen hatte genau dafür Bedarf. Das Unternehmen hatte keine Kenntnisse, wie die Einstellung ausländischer Fachkräfte funktioniert und wand sich an das FIZU Chemnitz. 

Unklar war zu dem Zeitpunkt, ob der ausländische Hochschulabschluss im Bereich Kommunikationssysteme einem deutschen Abschluss entspricht und eine Einstellung als akademische Fachkraft möglich wäre. In der Beratung wurde der gesamte Prozess der Fachkräftezuwanderung vorgestellt, über mögliche Ergebnisse im Anerkennungsverfahren aufgeklärt, und Alternativen offengelegt. Letztlich konnte das Unternehmen eine informierte Entscheidung für das reguliere Verfahren treffen. Arbeitgeber und Fachkraft wurden im Anerkennungsverfahren begleitet. Weitere Verfahrensschritte wurden gemeinsam vorbereitet.

Inzwischen haben sind Unternehmen und Mitarbeiter gefunden und der Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Von der Kontaktaufnahme zum Fachinformationszentrum Zuwanderung bis zur Einreise sind ca. fünf Monate vergangen.

Leipzig: IT Firma plant die Einstellung eines Mitarbeiters aus Serbien 

Der Bewerber hat einen Abschluss einer Universität im Kosovo und hat eine Berufserfahrung von drei Jahren. Der Arbeitgeber wollte die Möglichkeiten der Anstellung in Deutschland prüfen.

Im Rahmen des ersten Gespräches im Juni 2020 wurden zunächst die grundlegenden Bedingungen für die Einreise und das beschleunigte Verfahren erläutert . Nach Prüfung der Unterlagen war klar, dass der Universitätsabschluss nicht von einer anerkannten Universität stammt. Die Anerkennung in


Shahrukh Belem in Aktion

Deutschland war nur unter Vorlage einer Akkreditierung des Studienganges möglich ist, die der der Bewerber aber nicht vorlegen konnte. Daraufhin wurde die Sonderregelung für Personen mit berufspraktischer Erfahrung im IT-Bereich erläutert und alle rechtlich notwendigen Unterlagen durch die Berater im FIZU überprüft. Daraufhin erfolgte aus dem FIZU heraus die Einleitung eines beschleunigten Verfahrens bei der Ausländerbehörde ohne den Arbeitgeber mit bürokratischen Hindernissen zu belasten. Die zwischenzeitliche Ablehnung des beschleunigten Verfahrens für den Bewerbers wurde nach erneuter Intervention durch das FIZU bei der Ausländerbehörde zurück genommen, erneut geprüft und positiv beschieden.

Der Mitarbeiter ist nun seit November 2020 in Deutschland bei dem Unternehmen tätig. Die Beratung im FIZU fasste einen Zeitraum von ca. 7 Wochen.